Oft die Wahrheit über Billigfriseure
Wir möchten freundlichst darauf hinweisen, dass es auch unter den Billigfriseuren sehr gute Friseure gibt. Wir kennen bloß keinen.
Jeder sollte sich im klaren sein, das jeder Briefträger, der wohl als einzigste Eigenschaft im „Beruf“ „lesen“ können muss, mehr verdient als eine ausgelernte Friseurin oder sogar manchmal jede Friseurmeisterin.
Beratung:
Beim Billigfriseur geht es oft zu wie am Fließband und durch die Massenabfertigung „a la: rauf auf den Stuhl und abkassieren“ ist pro Kunde sehr wenig Zeit eingeplant. Es bleibt dadurch meist keine Zeit für eine ausführliche Beratung. Wissen z. Bsp. über neuste Trends sind selten vorhanden, da die meist sehr schlecht bezahlten Friseure meist kein Geld für teure Modezeitschriften, Internet oder gar teure Trendseminare haben. Viele haben aus Geldmangel schon Mühe, sich selbst adäquat zu stylen bzw. modisch einzukleiden. Einige haben jedoch das Glück, Kurzseminare zu besuchen, die meist von Billigketten aus Kostengründen selbst veranstaltet werden.Handwerkliche Fähigkeiten:
Erfahrene Friseurmeister oder langjährige Gesellen gibt es bei Billigketten kaum. Es wird wenig oder kein Geld in Seminare oder Weiterbildung investiert. Durch den Anteil von Jungfriseuren und auch den Zeitdruck leidet die Qualität der Dienstleistung und es können sich eher Fehler einschleichen.Preise: Vorsicht (ver)lock(ende) Angebote:
Die Meisten der 9 -12 Euro Friseurketten konnten den anfänglichen Niedrigpreis nicht halten. Bei den meisten Friseurketten ist meist nur der einfache Haarschnitt billig. Es wird nach wie vor mit „scheinbar“ billigen Einheitspreisen gelockt, doch die gelten nur für bestimmte Haarlängen. Für Zusatzdienstleistungen müssen teilweise so erhebliche Aufschläge bezahlt werden, das fast jeder normale Friseur um die Ecke preislich mithalten kann.Motivation / Kundenfreundlichkeit:
Schlechter Lohn erhöhter Druck auf Überstunden. Umsatzvorgaben und ständiger Personalwechsel ist oft das Schaufenster eines Billigfriseursalons. Das wirkt sich natürlich auch negativ auf die Motivation und die Kundenfreundlichkeit aus.Ein billiger Haarschnitt auf Staatskosten:
Der Staat unterstützt seit vielen Jahren Geringverdiener mit Hartz4-Geldner. Billigketten nutzen dies oft rigoros und systematisch aus und zahlen ihren Angestellten oft Minilöhne von manchmal 3 Euro pro Stunde. Die Löhne werden absichtlich niedrig kalkuliert oder nur ein Teilzeitjob angeboten um den Mitarbeiter dann zur „Aufstockung“ zur Arbeitsagentur zu schicken. Hier holen sich dann selbst Vollzeitkräfte das fehlende Geld durch staatliche Unterstützung, finanziert durch Steuergelder.Oft unmenschliche Arbeitsbedingungen:
Die Billig-Preise werden durch extrem kurze Bedienzeiten wieder ausgeglichen. Oft werden doppelt so viele Kunden wie in normalen Salons bedient. Ausgebildet wird in den Salons oft gar nicht.Eine Obermeisterin einer Friseurinnung sagte kürzlich im Magazin Stern: „…Die Billigfriseure machen unser Handwerk und die Preise kaputt, die Qualität bleibt auf der Strecke…“ Verschnaufpausen für die Angestellten seien in solchen Salons kaum möglich.
In einem Bericht des Hamburger Abendblattes vom 12.07.2007 steht, das manche Billigketten einen neue Masche entdeckt haben um ihren Angestellten noch weniger Lohn zu zahlen: „…viele Betriebe richten den Angestellten ein Minuskonto, beispielweise mit 1.000 Euro, ein. Pro Kunde wird etwas draufgerechnet. Und erst bei „null“ wird der Lohn ausgezahlt. Mit diesem Trick bekommen manche Friseure nur alle zwei Monate Lohn…“
Wir sind deshalb für die Einführung eines gehobenen Mindestlohnes für das Friseurgewerbe und zahlen schon immer unseren Angestellten Löhne über den gesetzlichen Mindestlohn.








